START UP 2004-2009

START UP Logo.jpgDas Projekt START UP hatte die Integration besonders benachteiligter Jugendlicher in die Arbeitswelt zum Ziel. Die Maßnahme wurde als Modellprojekt vom WerkHof Zehlendorf e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt Berlin entwickelt und in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd durchgeführt.

Es war eines der ersten Projekte in Berlin, bei denen eine Kooperation der Rechtskreise SGB III (Agentur für Arbeit), SGB II (Jobcenter) und SGB VIII (Jugendamt) stattfand.

START UP verband bewährte Erfahrungen und Verfahrensweisen aus dem Bereich der Jugendhilfe nach SGB VIII mit denen der Bundesagentur für Arbeit. Hierbei stand besonders die Kooperation mit Betrieben des 1. Ausbildungs- und Arbeitsmarktes im Vordergrund. START UP berücksichtigte dabei die Maßstäbe des neuen Förderkonzeptes für die Berufsvorbereitenden Maßnahmen (BvB) (Eignungsanalyse, Kompetenzbericht und Qualifizierungsplan), konnte aber durch seinen größeren pädagogischen Aufwand auch Jugendliche erreichen, die in den herkömmlichen BvBs nicht erreicht wurden. Das Projekt war aber trotzdem als Berufsvorbereitung von der Agentur für Arbeit und den Jobcentern anerkannt und bot so die Voraussetzungen, im Anschluss eine durch Agentur für Arbeit oder Jobcenter geförderte Berufsausbildung zu beginnen. Dies war zuvor nicht möglich, wenn Jugendliche eine Berufsvorbereitung ausschließlich im Rahmen der Jugendhilfe (SGB VIII) absolviert hatten.

START UP bot Jugendlichen mit einem erhöhten Bedarf an sozialpädagogischen Hilfen (z. B aufgrund von Schuldistanz oder Delinquenz) ein niedrigschwelliges Angebot und verfolgte konsequent das Ziel, die Jugendlichen in die Arbeitswelt zu integrieren. Durch intensive fachliche Vorbereitung in der Praxis und die Möglichkeit, zusätzliche Qualifizierungen wie zum Beispiel einen qualifizierten Schulabschluss zu erwerben, konnten im Rahmen von START UP die Vermittlungschancen der Jugendlichen auf dem 1. Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt erhöht werden.